Antisemitismus in der AfD: Taras Maygutiak

Taras Maygutiak mit seinem selbstgebastelten Schild
Quelle: Facebook des AfD-Stadtrats Taras Maygutiak

„Taras Maygutiak, Stadtrat der AfD [in Offenburg, Anm. FDW], ist am vergangenen Samstag mit einem Plakat um den Körper durch die Innenstadt marschiert, darauf stand: „Ich bin im Ort das größte Schwein, ich trete für die Grundrechte ein.““ [1 (Artikel hinter Paywall]

Mit derartigen Schildern in Ich-Perspektive wurden in Vorbereitung auf die Shoah Juden, Jüdinnen, sowie Menschen, die mit ihnen Kontakte pflegten, in der Öffentlichkeit gebrandmarkt und gedemütigt. Wie Rias schreibt, bagatellisiert der AfD-Stadtrat hiermit den historischen Antisemitismus.
Die Ignoranz und Relativierung von Antisemitismus ist bei diesem AfD- Mann, der sich bei „Alternativen Medien“ informiert und dem antisemitischen und verschwörungsidelogischen Kanal NuoViso beisprang, nicht neu. Schon nach dem Anschlag in Halle, der zwei Menschen das Leben kostete und als Massaker an Juden und Jüdinnen geplant war, hatte er öffentlich gemutmaßt, dass der Anschlag eine Inszenierung zum Schaden der AfD sei. Wie es sich für einen echten Kämpfer für die Grundrechte und Meinungsfreiheit gehört, reagierte Maygutiak auf Kritik mit einer Anzeige.

Aktionen, die sich hier durchaus mit der von Maygutiak vergleichen lassen, gab es als Shoahleugnung von den Neonazis Michael Kühnen und Christian Worch. Diese trugen Schilder um den Hals spazieren, auf denen in Ich-Perspektive zu lesen war, „Ich Esel glaube immer noch, dass in deutschen KZ Juden vergast wurden.“ Nachahmung fand das von der NPD. Die AfD, eine reaktionäre Partei von RassistInnen, AntifeministInnen, AntisemitInnen, völkischen RevisionistInnen und VerschwörungsideologInnen, befindet sich immer wieder in bester Gesellschaft.