„Gebrüder Quds und Qassam“: Der Jugendwiderstand gemeinsam mit Neonazis auf dem islamistischen Quds- Marsch

Jugendwiderstand: Patrick aka Takitikka und David beim Quds Marsch 2019
Quelle: Jüdisches Forum für Demokratie und Antisemitismus

Als „Meinungskontroll-Instanz der antideutschen Szene“ möchten wir hier feierlich darauf hinweisen, dass die bekennenden Nicht-Antisemiten vom Jugendwiderstand Patrick aka Taktikka, Daniel aka Detweiler (bei FB auch Björn Seitenscheitel (Ohne Foto)), David (FB-Profil ehemals Ramon Mercader, jetzt vermutlich Siegfried Jugendkraft) und Hassan, die allesamt selbstverständlich nichts mit Neonazis am Hut haben, am Samstag neben Islamisten, Assad-Anhängern und Neonazis, darunter der stellvertretende Landesvorsitzende der NPD Berlin Uwe Meenen, Holger Hanel (ebenfalls NPD) und einem selbsternannten „Patrioten mit Migrationshintergrund“, den man regelmäßig bei Afd-, NPD-, Bärgida-, „Wir für Deutschland“– sowie auch bei Veranstaltungen des NS-Aktivisten Nikolai Nerling („Der Volkslehrer“) sieht, beim antisemitischen Quds-Marsch 2019 mitliefen.
Ähnlich wie die Halb-Genossen von der NPD hatten auch sie es sich hier zur Aufgabe gemacht, Gegendemonstrierende abzulichten.

Hassan, rechts in der Ecke, dahinter ein weiteres JW-Gesicht, Foto-Quelle: JFDA

Funfakt am Rande: Beim neonazistischen Aufmarsch »Tag der deutschen Zukunft«, der fast zeitgleich in Chemnitz lief, sagte währenddessen Jens Bauer, Landesvorsitzender der NPD Sachsen „[…], dass der Revolutionär sich in den Volksmassen bewegen muss, wie der Fisch im Wasser, und genau das müssen wir tun, wir müssen uns im Volk bewegen, wie der Fisch im Wasser.“ Mit diesen Worten zitierte er ausdrücklich Mao, den Liebling des Jugendwiderstand.

Auch in Chemnitz wurde übrigens mal wieder „Nie wieder Israel“ gerufen, womit dort auch Patricks Träume Ausdruck fanden.

Screenshot: Patrick aka Taktikka auf seiner Facebookseite mit Vernichtungsphantasien

„Gebrüder Quds und Qassam“: Kuscheln mit der PFLP, Hamas und Hisbollah, aber Antisemiten? Niemals!

Nur zwei Tage später verbreitet der Jugendwiderstand dann einen Mythos über ihre eigene Teilnahme am Quds, wohlwissend wohl, dass das alles nur noch schwer zu vermitteln ist.

Man habe sich ob der bürgerlichen Hetze „gegen eine Demo der Migranten-Communitys“ (weil man selbstverständlich noch nie im Leben dagewesen ist und von nix und niemanden eine Ahnung hatte) nur mal kurz ein eigenes Bild machen wollen, sei dann aber vollkommen unschuldig von der Polizei mitten hineingeschubst worden.
Die Armen, sie sind immer nur Statisten im eigenen Film.

Aber was wären das für Helden, wenn sie die Gelegenheit nicht beim Schopf gepackt hätten und aus den unfreiwilligen Umständen etwas Positives gezogen hätten? Und da es nix Heldenhafteres gibt, als Nazis zu jagen, habe man sich gemeinsam mit den Quds-Ordnern auf die Suche nach dem „U-Boot Uwe Meenen“ gemacht, der selbstverständlich nur zur Provokation der Massen gekommen war. Die ambitionierte Suche war dann zwar leider erfolglos, aber zum Glück gab es ja die Gegendemo, wo man stattdessen Schlimmes zu Gesicht bekam, unter anderem einen „steuerfinanzierten grünen Christal-Meth-Freund Volker Beck“.

Dass Islamisten und Neonazis ein gemeinsames Weltbild teilen und Geschichtsrevisionisten, Neonazis, wie auch Verschwörungs-Antisemiten, zu denen die Veranstalter ja selbst gehören, Jahr für Jahr beim Quds-Marsch zu sehen sind, hat man dagegen großzügig übersehen. Stattdessen werden die Teilnehmenden entmündigt und als unwissend dargestellt, weshalb ihre Forderungen legitim seien und einer Unterstützung nichts im Wege stünde. Dass der Quds auch antikommunistisch ist, egal.

Die Geschichtenerzähler, die immer wieder beteuern, keine Antisemiten zu sein, werden an manchen Stellen aber dennoch deutlich und schreiben bei aller Augenwischerei:

„Fakt ist: Auf jeder größeren bürgerlichen Kundgebung gegen einen Naziaufmarsch steht man mit mehr Reaktionären, Volksfeinden und (Berufs-)Verbrechern zusammen, als auf der Quds-Demo.“

und

„[…], obwohl alle Parteien und Zeitungen bis hin zu vermeintlichen “Antifas“ zu Protesten gegen die Demo aufriefen und neue Superlative für den harmlosen Spaziergang auf dem Kudamm erfanden, waren es trotzdem auch in diesem Jahr weniger Gegendemonstranten als Teilnehmer der Quds-Demo.“

Man wünschte sich, die Helden mit den Fähigkeiten dialektisch zu denken, würden einmal nur zu ihrem Handeln stehen, anstatt die Verantwortung ständig abzuschieben und sich selbst zu relativieren.

„Nazis zu Boden“? Lieber geht man mit ihnen gemeinsam auf die Straße um den „Feind zu beseitigen“
Kommentare unter dem Facebook-Bericht vom Jugendwiderstand



Daniel und die Qassam-Brigaden:
Screenshot: Profilbild Daniel/Detweiler/Björn Seitenscheitel
Daniels Reaktion auf Kritik an seinem Profilbild hat mit Vernichtungsantisemitismus selbstverständlich nichts zu tun

Beim Quds gab es noch weitere bereits bekannte Freunde der Hamas:

Ein Videobeitrag und eine dokumentierende Fotostrecke zum Quds-Marsch 2019 sind beim Jüdischen Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus zu finden. Vielen Dank an dieser Stelle für die Dokumentation:

Entschuldigt den ironischen Unterton. Er war hier kaum vermeidbar. Wir werden dieser Truppe bestimmt auch wieder ernsthafter entgegentreten.

Weiterführendens zum Thema: